Wenn du dich fragst, ob PHP noch Geld bringt, dann bist du nicht allein. Viele denken, PHP sei ein altes, aussterbendes Sprache - doch die Realität sieht anders aus. In Österreich und in ganz Europa arbeiten Tausende Entwickler mit PHP - und sie werden dafür gut bezahlt. Es geht nicht mehr nur um einfache Blog-Websites oder alte CMS-Systeme. Heute baut man mit PHP riesige Plattformen, SaaS-Anwendungen und Microservices, die Millionen Nutzer bedienen. Und dafür zahlt der Markt gut.
Wie viel verdient ein PHP-Entwickler in Österreich?
Ein Einsteiger mit einem Abschluss in Informatik oder einer entsprechenden Ausbildung verdient in Wien im Durchschnitt zwischen 38.000 und 45.000 Euro brutto pro Jahr. Das ist nicht das oberste Gehalt, aber ein solider Start. Nach drei bis fünf Jahren Erfahrung steigt das Gehalt auf 55.000 bis 70.000 Euro. Bei Senior-Entwicklern mit Spezialisierung auf Laravel, Symfony oder API-Entwicklung liegt der Durchschnitt bei 75.000 bis 90.000 Euro. In großen Unternehmen wie Red Hat, IBM oder österreichischen Finanzdienstleistern kann es sogar über 100.000 Euro sein - besonders wenn du mit Cloud-Infrastruktur wie AWS oder Azure arbeitest.
Die Gehälter variieren je nach Region: In Graz oder Linz sind es meist 5-10 % weniger als in Wien. In Salzburg oder Innsbruck liegt das Gehalt eher im mittleren Bereich, aber die Lebenshaltungskosten sind niedriger. Das macht die reale Kaufkraft oft höher.
Was macht PHP heute noch relevant?
PHP ist nicht tot - es hat sich nur verändert. Die meisten großen Webseiten, die du täglich nutzt, laufen noch auf PHP. Wikipedia, Facebook (früher), Etsy, WordPress, Magento und viele Regierungsportale in Europa nutzen PHP als Kern. WordPress allein treibt über 43 % aller Websites weltweit an - und das ist fast ausschließlich PHP.
Heute wird PHP nicht mehr mit einfachen echo-Befehlen geschrieben. Moderne PHP-Entwicklung basiert auf Frameworks wie Laravel, Symfony oder CodeIgniter. Diese Frameworks nutzen moderne Konzepte: Dependency Injection, MVC-Architektur, ORM-Datenbankzugriffe, REST-APIs und sogar GraphQL. Du arbeitest mit Composer, Docker, PHPUnit und CI/CD-Pipelines - genau wie bei Python oder Node.js.
PHP 8.2 und 8.3 haben die Sprache noch schneller, sicherer und ausdrucksstärker gemacht. Union Types, Named Arguments, Readonly Classes - all das macht PHP zu einer professionellen, modernen Sprache. Viele Entwickler, die früher zu Python oder JavaScript gewechselt sind, kehren jetzt zurück - weil PHP heute einfach besser funktioniert.
Welche Branchen zahlen am besten für PHP?
Nicht alle Jobs mit PHP sind gleich. Einige Branchen zahlen deutlich mehr als andere:
- Finanzdienstleistungen: Banken und Versicherungen in Wien zahlen oft die höchsten Gehälter - bis zu 95.000 Euro für erfahrene Entwickler. Sie brauchen stabile, sichere Systeme, und PHP mit Symfony ist dafür ideal.
- E-Commerce: Unternehmen wie Otto, Zalando oder österreichische Online-Shops mit Magento 2 zahlen 65.000-80.000 Euro. PHP ist hier immer noch der Standard - und die Nachfrage ist hoch.
- Regierung und öffentlicher Sektor: Österreichische Behörden nutzen PHP für ihre Webportale. Die Gehälter sind stabil (55.000-70.000 Euro), mit guter Sozialversicherung und Homeoffice-Möglichkeiten.
- SaaS-Startups: Junge Unternehmen mit PHP-basierten Tools (z. B. Buchhaltungssoftware, CRM-Systeme) zahlen oft 60.000-85.000 Euro - und bieten Aktienoptionen oder Bonusstrukturen.
- Agenturen: Webagenturen zahlen meist weniger - 40.000-55.000 Euro. Aber du lernst schnell viele Projekte und Technologien kennen.
Wenn du dich auf eine Branche spezialisierst, kannst du dein Gehalt deutlich erhöhen. Wer nur WordPress-Theme-Entwicklung macht, verdient weniger. Wer Laravel-Backend-APIs für Finanzplattformen baut, verdient deutlich mehr.
Was brauchst du, um gut zu verdienen?
Ein einfacher PHP-Kurs reicht nicht. Um über 60.000 Euro zu verdienen, brauchst du mehr als nur Syntax-Kenntnisse. Hier sind die Fähigkeiten, die Arbeitgeber wirklich suchen:
- Laravel oder Symfony: Mindestens eines davon beherrschen - Laravel ist derzeit am häufigsten gefragt.
- API-Entwicklung: REST und GraphQL sind Pflicht. Du musst wissen, wie man Daten sicher und effizient zwischen Systemen austauscht.
- Datenbanken: Nicht nur MySQL - auch PostgreSQL und Redis sind wichtig. Indexierung, Query-Optimierung, Transaktionen - das muss sitzen.
- Cloud und DevOps: Docker, AWS, GitHub Actions, CI/CD-Pipelines. Wer das nicht kann, bleibt im Mittelfeld.
- Testing: PHPUnit, Pest, Integrationstests - Code ohne Tests wird heute nicht mehr akzeptiert.
- Soft Skills: Kommunikation mit Product Owner, Agile-Methoden, Jira, Confluence. Technik allein reicht nicht.
Die meisten Gehaltsunterschiede entstehen nicht durch die Sprache selbst, sondern durch die Tiefe der Kenntnisse. Wer nur WordPress-Plugins schreibt, verdient 40.000 Euro. Wer eine komplexe B2B-Plattform mit Laravel, Redis, RabbitMQ und AWS aufbaut, verdient 85.000 Euro.
Wie sieht die Zukunft von PHP aus?
PHP wird nicht verschwinden - es wird sich weiterentwickeln. Die PHP-Community ist aktiv, die Sprache wird kontinuierlich verbessert, und die Nachfrage bleibt stabil. In Österreich gibt es mehr als 3.000 offene Stellen für PHP-Entwickler - das ist mehr als für Ruby oder Perl zusammen.
Die größte Bedrohung ist nicht die Konkurrenz durch JavaScript oder Python - sondern die Ignoranz von Unternehmen, die noch immer denken, PHP sei veraltet. Tatsächlich ist PHP heute die effizienteste Wahl für viele Webanwendungen: schnell zu entwickeln, kostengünstig zu hosten, leicht zu skalieren.
Unternehmen, die auf PHP setzen, sparen Zeit und Geld. Und deshalb zahlen sie gut - besonders wenn du die modernen Werkzeuge beherrschst. Die Zeiten, in denen PHP nur für einfache Formulare stand, sind vorbei.
Was ist der beste Weg, um in PHP einzusteigen?
Wenn du neu anfängst, dann fang nicht mit WordPress an. Gehe direkt zu Laravel. Installiere es, baue ein kleines Projekt - vielleicht eine To-Do-Liste mit Benutzerauthentifizierung und API. Dann verknüpfe es mit einer Datenbank. Füge Tests hinzu. Stelle es mit Docker bereit. Veröffentliche es auf GitHub.
Diese drei Dinge machen den Unterschied:
- Eine funktionierende, saubere Anwendung - nicht nur ein Tutorial.
- Ein GitHub-Profil mit echtem Code - nicht nur Kopien von Stack Overflow.
- Ein Portfolio, das zeigt, dass du Probleme lösen kannst - nicht nur Anleitungen befolgst.
Die meisten Jobs werden nicht über Stellenportale vergeben, sondern über Netzwerke. Gehe zu Meetups in Wien - PHP User Group Wien trifft sich monatlich. Sprich mit Entwicklern. Zeig deinen Code. Du wirst überrascht sein, wie oft jemand sagt: „Kannst du das mal zeigen? Wir brauchen genau das.“
PHP lohnt sich - aber nur mit der richtigen Herangehensweise
Ja, PHP zahlt gut - aber nicht, weil es „trendig“ ist. Es zahlt gut, weil es funktioniert. Weil Unternehmen es nutzen. Weil es stabil, schnell und kostengünstig ist. Und weil es viele Entwickler gibt, die es nicht mehr richtig können - und deshalb die, die es können, gut bezahlt werden.
Wenn du bereit bist, dich weiterzubilden - nicht nur PHP, sondern auch DevOps, API-Design und Testautomatisierung - dann ist PHP eine der besten Wahl für ein stabiles, gut bezahltes Berufsleben in der Webentwicklung. Es ist kein schneller Reichtum - aber ein sicherer Weg, der sich lohnt.
Ist PHP noch rentabel im Jahr 2026?
Ja, PHP ist im Jahr 2026 genauso rentabel wie vor zehn Jahren - aber nur, wenn du moderne Techniken verwendest. Wer nur alte WordPress-Themes bearbeitet, verdient wenig. Wer Laravel, APIs und Cloud-Infrastruktur beherrscht, verdient mehr als viele Python- oder JavaScript-Entwickler. Die Nachfrage nach erfahrenen PHP-Entwicklern ist hoch - besonders in Österreich, wo viele Unternehmen auf stabile, bewährte Systeme setzen.
Wie vergleicht sich das PHP-Gehalt mit Python oder JavaScript?
In Österreich liegen die Gehälter für PHP-Entwickler in der gleichen Größenordnung wie für Python- und JavaScript-Entwickler - vorausgesetzt, die Erfahrung und die Technologien sind vergleichbar. Ein Senior-PHP-Entwickler mit Laravel und AWS verdient genauso viel wie ein Senior-Python-Entwickler mit Django oder ein JavaScript-Entwickler mit Node.js. Der Unterschied liegt nicht in der Sprache, sondern in der Spezialisierung: Wer mit komplexen Backend-Systemen arbeitet, verdient mehr - egal ob mit PHP, Python oder JavaScript.
Brauche ich einen Uni-Abschluss, um gut mit PHP zu verdienen?
Nein, ein Uni-Abschluss ist nicht nötig. Viele erfolgreiche PHP-Entwickler in Österreich haben sich selbst gelernt - über Online-Kurse, Bücher und Projekte. Was zählt, ist ein solides Portfolio: ein GitHub-Profil mit echten Projekten, Erfahrung mit modernen Frameworks und Nachweise für Test- und Deployment-Kenntnisse. Unternehmen suchen nach Fähigkeiten, nicht nach Diplomen - besonders im IT-Bereich.
Ist PHP eine gute Wahl für Quereinsteiger?
Ja, PHP ist eine der besten Sprachen für Quereinsteiger. Die Syntax ist einfach zu lernen, die Dokumentation ist umfangreich, und es gibt viele kostenlose Ressourcen. Der Einstieg ist schneller als bei Java oder C#. Mit drei bis sechs Monaten intensivem Lernen - inklusive praktischer Projekte - kannst du dich auf Junior-Positionen bewerben. Der Schlüssel ist: nicht nur lernen, sondern bauen. Ein funktionierendes Projekt ist wichtiger als zehn Kurse.
Warum zahlen manche Unternehmen weniger für PHP?
Weil sie nur einfache Aufgaben brauchen - wie WordPress-Updates, kleine Anpassungen oder Content-Management. Diese Jobs werden oft von Agenturen oder Freelancern erledigt, die mit niedrigen Preisen konkurrieren. Wer nur diese Art von Arbeit macht, verdient wenig. Aber das ist nicht das ganze Bild. Unternehmen, die komplexe Systeme bauen, zahlen gut - und suchen gezielt nach Entwicklern, die mehr als nur Grundlagen können.