Im Jahr 2026 fragen sich viele, ob JavaScript-Entwickler noch immer gefragt sind. Die Antwort ist klar: Ja. Und zwar mehr denn je. Während andere Sprachen mal in Mode waren, hat JavaScript sich nicht nur behauptet, sondern sich zum Rückgrat des modernen Webs entwickelt. Ob du gerade anfängst oder über einen Karrierewechsel nachdenkst - diese Frage ist nicht nur relevant, sie ist entscheidend.
JavaScript ist überall
Stell dir eine Website vor. Jede einzelne. Von deinem Online-Banking bis zum Streaming-Service, vom Einkaufswagen bis zur Chat-Funktion - fast alles, was interaktiv läuft, läuft mit JavaScript. Es ist nicht mehr nur eine Ergänzung zu HTML und CSS. Es ist die treibende Kraft hinter dynamischen Benutzeroberflächen. Frameworks wie React, Vue und Angular sind nicht mehr Nischenprodukte. Sie sind Standard. Und sie basieren alle auf JavaScript.
Und das ist nur der Anfang. Mit Node.js läuft JavaScript nicht nur im Browser, sondern auch auf Servern. Du kannst mit derselben Sprache eine ganze Anwendung bauen - vom Frontend bis zur Datenbankverbindung. Unternehmen sparen Zeit und Kosten, weil Entwickler nicht zwischen mehreren Sprachen wechseln müssen. Das macht JavaScript-Entwickler zu wertvollen Allroundern.
Die Zahlen sprechen für sich
Ein Bericht von Stack Overflow aus dem Jahr 2025 zeigt: JavaScript ist seit 10 Jahren die am häufigsten verwendete Programmiersprache weltweit. Mehr als 65 % der professionellen Entwickler nutzen sie regelmäßig. In Europa ist der Anteil sogar höher - besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo digitale Transformation vorangetrieben wird.
LinkedIn-Jobdaten aus Q4 2025 zeigen, dass mehr als 40 % aller Webentwicklungsstellen in Österreich explizit JavaScript verlangen. Vergleichbare Zahlen gibt es für Deutschland und die Schweiz. In der IT-Branche ist JavaScript nicht nur eine Option - es ist eine Voraussetzung. Wer sich nicht damit beschäftigt, schließt sich selbst aus.
Was suchen Arbeitgeber wirklich?
Es geht nicht nur darum, dass du JavaScript kannst. Arbeitgeber suchen nach jemandem, der weiß, wie man mit modernen Tools arbeitet. Ein einfacher „Hello World“-Code reicht nicht mehr. Du brauchst Erfahrung mit:
- React oder Vue für Frontend-Interaktionen
- Node.js für Backend-Logik
- npm oder yarn für Paketverwaltung
- Webpack oder Vite für Build-Prozesse
- APIs wie REST oder GraphQL für Datenaustausch
Und das ist nur die Grundausstattung. Wer zusätzlich Erfahrung mit TypeScript hat, erhöht seine Chancen deutlich. TypeScript ist keine Konkurrenz zu JavaScript - es ist dessen stärkere Version. Es fängt Fehler früh ab, macht Code lesbarer und ist heute in über 70 % der neuen Projekte Standard. Unternehmen zahlen dafür mehr. Ein JavaScript-Entwickler mit TypeScript-Kenntnissen verdient in Österreich im Durchschnitt 15-20 % mehr als jemand, der nur reines JavaScript kann.
Der Jobmarkt ist nicht gleichmäßig
Nicht alle Branchen suchen gleich viel nach JavaScript-Entwicklern. Finanzdienstleister, E-Commerce-Plattformen und Tech-Startups sind die größten Arbeitgeber. Aber auch Behörden, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen digitalisieren ihre Systeme - und brauchen dafür Entwickler, die Webtechnologien beherrschen.
Was viele nicht wissen: Auch traditionelle Industrieunternehmen wie Siemens, OMV oder Voestalpine haben eigene IT-Teams, die Web-Apps für Produktionssteuerung oder Kundenservices bauen. Diese Jobs sind oft weniger bekannt, aber stabil und gut bezahlt. Du musst nicht in einem Startup arbeiten, um erfolgreich zu sein.
Gehälter und Zukunftsaussichten
In Österreich liegt das Durchschnittsgehalt für einen JavaScript-Entwickler mit 2-4 Jahren Erfahrung zwischen 48.000 und 58.000 Euro brutto pro Jahr. Mit mehr als fünf Jahren Erfahrung und Expertise in React und Node.js liegen die Gehälter oft über 65.000 Euro. In Wien sind die Zahlen etwas höher als im ländlichen Raum - aber der Unterschied ist nicht so groß wie bei anderen Berufen.
Die Nachfrage wächst nicht nur, sie verändert sich. Früher suchte man nach „Frontend-Entwicklern“ oder „Backend-Entwicklern“. Heute will man „Full-Stack-Entwickler“ - Leute, die beides können. JavaScript ist die einzige Sprache, die dir das ermöglicht. Wer sich darauf spezialisiert, hat eine echte Nische.
Was, wenn du noch nicht weißt, wie du anfangen sollst?
Du brauchst keinen Abschluss. Du brauchst keine Uni. Du brauchst nur einen Plan. Fang mit den Grundlagen an: Variablen, Funktionen, Events, DOM-Manipulation. Danach gehst du zu React oder Vue. Baue ein kleines Projekt - eine To-Do-Liste, eine Wetter-App, eine einfache E-Commerce-Seite. Lade es auf GitHub hoch. Das ist dein Portfolio. Arbeitgeber schauen da hin - nicht auf dein Lebenslauf.
Es gibt hunderte kostenlose Ressourcen: freeCodeCamp, MDN Web Docs, The Odin Project. Keine davon kostet einen Cent. Du musst nur anfangen. Und du musst durchhalten. Die ersten drei Monate sind hart. Danach wird es leichter. Und nach einem Jahr bist du nicht mehr ein Anfänger - du bist ein Entwickler.
Was ist mit KI und Automatisierung?
Einige sagen, KI werde Entwickler überflüssig machen. Das ist falsch. KI hilft bei Wiederholungen - beim Schreiben von Boilerplate-Code, bei der Erstellung von Tests, bei der Fehlerbehebung. Aber sie kann nicht entscheiden, was der Nutzer wirklich braucht. Sie kann nicht mit Kunden sprechen. Sie kann nicht verstehen, warum eine Schaltfläche an einer bestimmten Stelle stehen muss.
JavaScript-Entwickler werden nicht ersetzt. Sie werden nur anders arbeiten. Wer sich mit KI-Tools vertraut macht - wie GitHub Copilot oder Amazon CodeWhisperer - wird schneller, effizienter und wertvoller. KI ist kein Gegner. Sie ist ein Werkzeug. Und wer sie nutzt, bleibt vorne.
Was kommt als Nächstes?
JavaScript verändert sich weiter. WebAssembly ermöglicht es, schnelle Anwendungen direkt im Browser auszuführen - und JavaScript ist der Zugang dazu. Progressive Web Apps (PWAs) ersetzen immer mehr native Apps. Und mit der neuen Generation von Frameworks wie Astro und Svelte wird die Entwicklung noch schneller und leichter.
Die Zukunft gehört nicht dem, der die beste Sprache kennt. Die Zukunft gehört dem, der am schnellsten lernt. JavaScript ist nicht statisch. Es entwickelt sich. Und wer mitwächst, bleibt gefragt.
Ist JavaScript noch die beste Wahl für Einsteiger?
Ja. JavaScript ist die einzige Sprache, die direkt im Browser läuft - ohne Installation oder Konfiguration. Du kannst mit einem einfachen Texteditor anfangen und sofort Ergebnisse sehen. Das macht es ideal für Anfänger. Außerdem ist die Community riesig. Fragen werden schnell beantwortet, Tutorials gibt es zu jedem Schritt. Wenn du Webentwicklung lernen willst, ist JavaScript der direkteste Weg.
Wie lange dauert es, JavaScript zu lernen?
Grundkenntnisse bekommst du in 3-6 Monaten, wenn du regelmäßig übst - etwa 10-15 Stunden pro Woche. Aber „lernen“ hört nie auf. Die Frameworks, Tools und Best Practices ändern sich ständig. Nach einem Jahr kannst du ein einfaches Projekt bauen. Nach zwei Jahren bist du bereit für einen Job. Der Schlüssel ist nicht die Zeit, sondern die Konsistenz.
Brauche ich einen Abschluss, um als JavaScript-Entwickler eingestellt zu werden?
Nein. In der Webentwicklung zählt nicht dein Diplom, sondern dein Code. Ein funktionierendes Portfolio mit 3-5 Projekten auf GitHub ist viel wertvoller als ein Abschluss. Viele Unternehmen in Österreich und Deutschland stellen sogar ohne formale Qualifikation ein - vorausgesetzt, du kannst zeigen, dass du Probleme lösen kannst.
Sind JavaScript-Jobs auch in kleineren Städten verfügbar?
Ja. Obwohl Wien, Graz oder Linz mehr Stellen haben, gibt es auch in Salzburg, Innsbruck oder sogar in kleineren Orten Unternehmen, die Webentwickler brauchen. Viele Jobs sind heute remote oder hybrid. Du musst nicht in der Stadt wohnen, um einen Job in der IT zu bekommen. Ein stabiler Internetanschluss und ein Laptop reichen oft aus.
Wie sieht es mit der Zukunft von JavaScript aus - wird sie durch andere Sprachen verdrängt?
Nicht in absehbarer Zeit. Keine andere Sprache hat die gleiche Reichweite. Python ist stark im Backend, aber nicht im Browser. Rust ist schnell, aber zu komplex für die meisten Webanwendungen. Java und C# werden in Unternehmenssoftware verwendet, aber nicht für dynamische Websites. JavaScript bleibt die einzige Sprache, die in jedem modernen Browser läuft - und das wird sich nicht ändern.